Ein prominenter Gast, eine starke Gemeinschaft und ein beeindruckendes Spendenergebnis: Auf Einladung des Lions Club Winterbach gastierte der bekannte Journalist und Moderator Frank Plasberg am 29.01.2026 im Remstal. Mit seinem Vortrag „Die Welt als Dschungelcamp – wer holt uns da raus?“ bot er eine scharfsinnige Analyse der aktuellen politischen Lage und setzte sich leidenschaftlich für eine neue Debattenkultur ein.
Ein Abend im Zeichen der Hilfe: 14.000 Euro für „Shangilia“
Der Höhepunkt des Abends war ein beeindruckendes Zeichen regionaler Solidarität. Die Präsidentin und die Präsidenten der kooperierenden Lions Clubs Winterbach, Remstal, Schorndorf und Limes Rems traten gemeinsam auf die Bühne, um das Ergebnis ihres gemeinschaftlichen Engagements zu präsentieren: Sie überreichten Frank Plasberg einen Scheck in Höhe von 13.000 Euro.
Sämtliche Einnahmen und Spenden des Abends – rund 1000 Euro fließen zusätzlich direkt in das Projekt „Shangilia“, das benachteiligten Kindern in Kenia ein Zuhause und Bildung ermöglicht. Ulla Böhringer vom Lions Club Winterbach stellte die Initiative eindrucksvoll vor und verdeutlichte, wie viel bereits eine kleine Unterstützung bewirken kann: Eine Patenschaft für ein Kind in Kenia ist bereits für 25 Euro pro Monat möglich – ein Betrag, der vor Ort Lebensperspektiven schafft. Am Ende das Abends konnten dann erfreulicherweise auch acht neue Patenschaften vermeldet werden!
Plasbergs Analyse: Zwischen Trump und Europa
Zuvor hatte Ilka Winz-Denu, Präsidentin des Lions Club Winterbach, die Gäste begrüßt und den Abend eröffnet. Frank Plasberg schlug in seinem Vortrag den Bogen von der Weltbühne bis ins Private. Ein zentrales Thema war die Bilanz nach einem Jahr der Amtszeit von Donald Trump. Plasberg skizzierte dabei einen überraschenden „Kollateralnutzen“: Die Provokationen aus Übersee hätten dazu geführt, dass Europa wieder enger zusammenrücke und sich seiner gemeinsamen Werte bewusst werde.
Plädoyer gegen die „Mimosenhaftigkeit“
Besonders pointiert äußerte sich Plasberg zur Debattenkultur in Deutschland. Er mahnte an, dass moralische Empörung als politisches Werkzeug ausgedient habe. Stattdessen warb er für Dialog und Respekt: Plasberg forderte dazu auf, das Gespräch auch und insbesondere mit AfD-Wählern zu suchen, statt sie auszugrenzen.
Kritisch sah er die wachsende Empfindlichkeit in der Gesellschaft. Immer mehr Menschen würden den Anspruch erheben, „als offene Wunde behandelt zu werden“, die vor jeder harten Diskussion geschützt werden müsse. Plasberg sprach sich deutlich gegen diese „Mimosenhaftigkeit“ aus und plädierte für eine robustere, ehrliche Auseinandersetzung.
